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Stellenwert und Funktion von Ayahuasca: Ein Vergleich der Anwendungen durch Schamanen und Kirchen

Sylvia Linhart

Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin / Swiss Journal of Integrative Medicine January 1, 2015 DOI: 10.1159/000430484 via OpenAlex

Summary

AI-generated from the abstract

Ayahuasca, a brew made from Banisteriopsis caapi vine and Psychotria viridis leaves, has been used since pre-Columbian times by indigenous peoples in the Amazon for healing rituals and shamanic experiences, and more recently as a sacrament in Brazilian church movements. This literature and field study examines its ritual use by shamans and its sacramental role in Christian churches, describing and contrasting these applications. It also investigates whether ayahuasca can treat specific ailments and Western civilization diseases, noting its successful therapeutic use for depression and addiction. Clinical studies indicate that long-term, sustained use is not toxic or addictive and may positively influence overall physical and mental health. The authors call for education, legal regulation, and international approval to improve access for those seeking healing.

Study at a glance

Characteristics Literature and field study Peer reviewed
Topics Ayahuasca
Keywords Gynecology Humanities Art Philosophy
Citations 2
Key finding Ayahuasca is used ritually by shamans and as a sacrament in Christian churches, shows therapeutic promise for depression and addiction, and long-term use appears non-toxic and non-addictive.

Abstract

Ayahuasca wurde schon in präkolumbianischer Zeit eingenommen, als indigene Völker die psychoaktive Wirkung des Tranks auf Körper und Geist entdeckten. Hergestellt aus zwei im Amazonas-Regenwald wachsenden Pflanzen, der Liane Banisteriopsis caapi und Blättern von Psychotria viridis, wird Ayahuasca bis heute nicht nur von Schamanen am Amazonas für Heilrituale und schamanische Erfahrungen, sondern auch von kirchlichen Bewegungen Brasiliens als Sakrament eingesetzt. In den letzten Jahren gab Ayahuasca wegen seiner heilenden Wirkung immer häufiger Anlass zu medizinischer und ethnobotanischer Diskussion und Forschung. Die vorliegende Literatur- und Feldstudie beschäftigt sich mit den beiden Haupteinsatzbereichen von Ayahuasca: dem rituellen Gebrauch bei Schamanen und dem Sakrament in christlichen Kirchen. Anwendungsformen des Tranks werden beschrieben und Unterschiede aufgezeigt. Da immer mehr Menschen westlicher Kulturen Kenntnis von und Zugang zu dieser «Medizin» des Amazonas-Regenwalds erlangten, bildet die Frage, ob Ayahuasca ein geeignetes Heilmittel für spezifische Leiden und westliche Zivilisationskrankheiten sein kann, einen weiteren Schwerpunkt der Untersuchung. Bereits heute wird Ayahuasca erfolgreich im medizinisch-therapeutischen Bereich bei Depressionen und Suchtabhängigkeit eingesetzt. Darüber hinaus belegen klinische Studien, dass die dauerhafte, längerfristige Einnahme des Tranks nicht gesundheitsschädlich oder giftig ist und auch nicht abhängig macht. Es konnte sogar ein dauerhafter, positiver Einfluss auf die physische und mentale Gesamtverfassung des Menschen beobachtet werden. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse bedarf es noch konsequenter Aufklärung und Erarbeitung sinnvoller gesetzlicher Regelungen sowie internationaler Zulassungen, damit Ayahuasca künftig leichter Heilungssuchenden zugänglich gemacht werden kann.

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