Akzeptanz psilocybin-assistierter Therapie in den deutschsprachigen Ländern
Hartter, Nina, Däumichen, Marvin, Schmidt, Christopher, Wolff, Max, Gründer, Gerhard, Jungaberle, Henrik
edoc Publication server (Humboldt University of Berlin) February 12, 2025 DOI: 10.18452/35395 via OpenAlex
Summary
AI-generated from the abstractA survey of 1,456 mental health experts, patients, and the general public in German-speaking countries found that greater knowledge about psilocybin-assisted therapy (PAT), self-rated familiarity, personal treatment experience, and prior use of psychedelics all predicted more positive attitudes toward implementing PAT. Providing balanced information about both the potential benefits and risks of PAT increased acceptance, whereas information about benefits alone did not. The findings suggest that knowledge and balanced communication are key to fostering acceptance of this emerging therapy.
Study at a glance
| Characteristics | Cross-sectional survey with experimental information provision Peer reviewed |
|---|---|
| Sample size | 1,456 |
| Population | German-speaking mental health professionals, psychotherapists, patients, and general public |
| Keywords | Gynecology Medicine Political science |
| Key finding | Higher knowledge scores, self-rated knowledge, personal treatment experience, and prior psychedelic use predicted more positive attitudes toward implementing psilocybin-assisted therapy, and balanced information about benefits and risks increased acceptance more than benefits-only information. |
Abstract
Hintergrund: Klinische Studien mit Psilocybin in Kombination mit Psychotherapie zeigen vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung verschiedener psychischer Störungen. In der Ärzte- und Psychotherapeutenschaft sowie unter Patient:innen bestehen auch Unwissen, Ablehnung und Vorurteile gegenüber dieser neuen Therapieform. Ziel dieser Studie war es, einen möglichst repräsentativen Eindruck vom Informationsstand und der Einstellung zur Implementation psilocybin-assistierter Therapie (PAT) unter Expert:innen für psychische Gesundheit sowie Patient:innen und der Allgemeinbevölkerung zu erheben. Methodik: Mittels einer Onlineumfrage wurden Informationen zu Einstellungen und Kenntnisstand von 1456 Teilnehmenden, darunter Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen und Patient:innen, erfasst sowie Effekte der experimentellen Gabe von Informationen zu Potenzialen und Risiken getestet. Ergebnisse wurden mittels Varianzanalysen und Regressionsmodellen ermittelt. Ergebnisse: Regressionsanalysen zeigten, dass ein höherer Kenntnisscore und selbsteingeschätzter Kenntnisstand, eigene Behandlungserfahrung, aber auch eigene Erfahrung mit Psychedelika positivere Einstellungen bezüglich der Einführung von PAT vorhersagten ( F [8, 1447] = 154,646, p < 0,001, R 2 = 0,39). Die Vermittlung von Informationen über die Potenziale von PAT führte dann zu einer höheren Akzeptanz, wenn diese mit Informationen über deren Risiken kombiniert wurden. Diskussion: Die Ergebnisse zeigen, dass Teilnehmende einer Einführung psilocybin-assistierter Therapie optimistisch gegenüberstehen. Der Zusammenhang zwischen Wissen und Akzeptanz wurde bestätigt. Dass die Vermittlung ausgeglichener Informationen zu höherer Akzeptanz führt, sollte bei der Aufklärung und Berichterstattung über PAT berücksichtigt werden.